Diözesanverbänderat im Bistum Aachen
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Friedenslicht 2015

Vollbild Friedenslicht 2015Galerie Friedenslicht 2015 Friedenslicht 2015 Friedenslicht 2015 Weihbischof Bündgens erhält das Friedenslicht

 
 

 

Aktion Friedenslicht 2015

Aussendungsgottesdienst in der Kirche Heilig Geist, Aachen

Am dritten Adventssonntag, dem 13. Dezember 2015, traf um 13:45 Uhr das Friedenslicht aus Bethlehem am Aachener Hauptbahnhof ein, wo es von vielen Pfadfinderinnen und Pfadfindern erwartet wurde.

Auch Bürgermeister Norbert Plum und Gesa Zollinger, Diözesanvorsitzende des BDKJ Aachens, erwarteten hier das Licht. Direkt zu Beginn wurde das Licht auch von der Bahnhofsmission in Empfang genommen. Wie jedes Jahr überstand die kleine Flamme unbeschadet den weiten Weg von Jerusalem über Wien nach Aachen.

Anschließend zogen die über 250 Menschen zusammen mit den Friedenslichtboten aus Wien durch die Aachener Innenstadt zur Kirche Heilig Geist, wo um 14:30 die bistumsweite Aussendungsfeier des Friedenslichtes stattfand.

In der Kirche wurde das Licht von über 300 Menschen erwartet. Das Motto 2015 ist „Hoffnung schenken – Frieden finden" und will ein Zeichen für Gastfreundschaft und für Menschen auf der Flucht setzen. Thomas Schlütter, Diözesankurat der DPSG, betont, dass wir trotz aller Krisen und Ängste die Nächstenliebe und die Gastfreundschaft als christliche Urwerte nicht aus den Augen verlieren dürfen: „Menschen auf der Flucht haben furchtbare Erfahrungen hinter sich. Unsere Aufgabe ist es, ihnen nicht mit Angst und Hass, sondern hilfreich und mit Willkommen im Herzen entgegenzutreten." Gerade angesichts der zeitgleich stattfindenden Pegida-Demonstration setzt das Friedenslicht ein klares Zeichen gegen Fremdenhass und für ein friedvolles Miteinander.

Thomas Schlütter und PSG-Diözesankuratin Sabine Kock gestalteten den ökumenischen Aussendungsgottesdienst gemeinsam mit dem Referenten für Jugendpastoral Jonas Zechner. Wie letztes Jahr ist durch Jonas Zechner wiederum das Generalvikariat an den Vorbereitungen beteiligt. Weiterhin beehrten der katholische Weihbischof Dr. Johannes Bündgens und der evangelische Pfarrer Andreas Hinze den Gottesdienst und wünschten im Schlusssegen allen den Frieden. Die musikalische Gestaltung wurde von der Musikgruppe Pius Celebration übernommen, die den Gottesdienst schwungvoll bereicherte.

Am Ende des Gottesdienstes fand eine Spendenaktion zugunsten des Café Zufluchts statt, um somit neben dem deutlichen Zeichen, dass das Friedenslicht für Menschen in Not gibt, auch in der Praxis für Hilfe zu sorgen. Das Café Zuflucht unterstützt Geflüchtete im Raum Aachen und hilft ihnen bei der Integration und bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Die Friedenslichtboten der katholischen Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) und dem evangelischen Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) tragen das Friedenslicht bis Heiligabend in Familien, in Kirchengemeinden, Krankenhäuser und Schulen, in Verbände, öffentliche Einrichtungen, Altersheime, Flüchtlingsunterkünfte und zu den Menschen in der Mitte und am Rande der Gesellschaft.

Das Friedenslicht brennt in vielen katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchen, Moscheen und Synagogen in den Regionen von Aachen bis Krefeld, u.a. auch im Aachener Dom, in der Aachener Kirche Heilig Geist und bei der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof. Von dort können es sich die Menschen mit nach Hause nehmen. Sabine Kock erklärt, dass das Friedenslicht jedes Jahr mehr Anhänger findet und auch für Menschen, die keinen Bezug zu Religion oder zur Pfadfinderei haben, ein schöner und wichtiger Weihnachtsbrauch geworden ist.

An Weihnachten soll das Licht dann an möglichst vielen Orten und bei möglichst vielen Menschen zu Hause als Zeichen des Wunsches nach Frieden für alle sichtbar brennen. Die Mühe, die der Transport, das Bewachen und die Weitergabe des Lichtes beinhaltet, soll uns daran erinnern, dass Frieden nicht selbstverständlich ist und dass wir uns bemühen müssen, mit unseren Familien, Freunden und Nachbarn in Frieden zu leben. Auch der Frieden wächst, wenn man ihn an andere weitergibt, so wie das Licht einer Kerze durch das Entzünden weiterer nicht weniger wird.


Von DPSG Diözesanbüro Aachen

Veröffentlicht am 29.02.2016

 
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